Bodenverbesserung – Lockern und Verdichten

Seit jeher bedeutet Gartenarbeit auch die Arbeit mit dem Boden. Es heißt ja schon im Kinderlied, im Märzen der Bauer die Pferde anspannt. Vor der Bodenverbesserung haben die Götter allerdings erst einmal die Bodenanalyse gestellt. Jede Pflanze und jeder Baum braucht ein bestimmtes Umfeld, um gedeihen und wachsen zu können. 

Es gibt drei Faktoren, die eine Pflanze vom Prinzip her braucht, um wachsen und gedeihen zu können. Einmal ist es Wasser und Licht. Eine Pflanze ist fast autark, sie kann aus Wasser und Licht sich und manchmal auch uns ernähren und erfreuen. Neben diesen beiden Hauptstoffen braucht die Pflanze noch Mineralien, also Nährstoffe, und Halt in der Erde.

 Das Wasser ist eines der wesentlichsten Elemente für eine Pflanze, um wachsen und gedeihen zu können. Wenn eine Pflanze einen bestimmten Zeitraum ohne Wasser ist, dann muss sie sterben. Dann hilft bis auf Ausnahmen auch eine übermäßige Versorgung mit Wasser nichts mehr. Auch ein Zuviel an Wasser zerstört die Pflanze. Die Wurzeln bekommen keine Luft, sie verfaulen. Die Erde kann hier eine Pufferwirkung entfalten. Wenn die Erde, in der die Pflanze steht, schön locker ist, und eine gute Speicherkapazität hat, dann wird der Baum oder das Getreide gut mit Wasser versorgt.

 Je nach Zusammensetzung hat die Erde unterschiedliche Eigenschaften. Sand zum Beispiel hat wenig Speicherkapazität. Lehm hat eine große Speicherkapazität als Sand. Der erfahrene Gärtner erkennt die Bodenbeschaffenheit, wenn er anfängt zu graben. Wenn einem das nicht gegeben ist, dann kann man einen anderen Hobbygärtner fragen. Der Gärtner lernt mit der Arbeit an seinem Stück Garten den Boden kennen. Indem man den Boden bearbeitet und ihn hegt und pflegt, wird man zum Freund seines Bodens.  Wenn man ein Neubau erstellt hat, dann wurde oft der Boden wegtransportiert und billiger, einfacher Boden neu aufgebracht. Man sollte als Eigenheimbesitzer darauf achten und gegebenenfalls protestieren.

 Die Bodenverbesserung beginnt mit dem Lockern des Bodens. Wer viel Kraft hat, der kann mit einem Spaten schon einiges erreichen. Bis 500 Quadratmeter lassen sich mit einem Spaten gut bearbeiten. Der Gärtner erspart sich das Fitnessstudio. Es gibt aber auch Maschinen, die das Umgraben für einen erledigen. Diese sind gründlich und schnell. Man kann sie auch leihen. Der Nachbar hilft bestimmt gerne. Wenn man allerdings mit dem Spaten arbeitet, dann bekommt man noch mehr Gefühl für seinen Garten.  Durch Hegen und Jäten wird der Garten zum Freund. Besonders gut lässt es sich nach einem großen Regen umgraben. Die Erde ist dann locker und staubt nicht. Gerade im Feuchten Zustand kann man gut gärtnern. Allerdings darf man, wenn die Erde zu feucht ist, nicht mit Maschinen auf das Grundstück. Ansonsten erzeugt der Gärtner gerade das Gegenteil, von dem was er will, er verdichtet die Erde.

Wenn der Hobbybauer schon einmal umgegraben hat, dann kann er auch gleich die Nährstoffe verbessern. Wenn es geregnet hat, lässt sich spezifischer Dünger gut einbringen. Ein natürlicher Dünger wird Vogeldünger wird vom Boden und den Pflanzen gerne angenommen. Auch hier gilt, Maß halten. Ein überdüngter Boden ist ein zerstörter Boden. Eine abwechslungsreiche Bepflanzung ist nachher übrigens die beste Bodenverbesserung.

 


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