Minze im Garten

Jeder kennt den berühmten Pfefferminztee. Es macht gute Laune und er ist ja so gesund. Minzen im Garten sind auch eine feine Sache, man hat allezeit etwas für die Küche aus dem Garten.

Die Minzen sind Kräuter, die viele unterschiedliche ätherische Öle enthalten können. Sie gehören zu den Rhizomen und sind sehr anspruchslos in der Haltung und der Kultivierung. Rhizomen sind übrigens Lippenblütler. Seit dem Altertum begleiten uns diese Pflanzen, speziell auch im Orient sind sie sehr begehrt. Der interessanteste Aspekt der Minzen sind die unterschiedlichen Aromen. Die Aromen werden durch die ätherischen Öle gebildet. Diese haben übrigens für die Pflanze eine Bedeutung, sie schützt sich damit nämlich vor Schadinsekten. Das kann sich auch der gescheite Gärtner zu Nutzen machen, davon aber später.

Die ätherischen Öle werden von uns im Allgemeinen als angenehm empfunden. Die Minzenart, die uns wohl am bekanntesten ist, ist die Pfefferminze. Sie wird für Tees und Drinks gleichermaßen genutzt. Der Vorteil einer kleinen Pfefferminzkultur im eigenen Garten liegt auf der Hand. Man kann morgens in den Garten gehen und sich einen Büschel von der frischen Minze nehmen. Man gießt einfach frisches, heißes Wasser auf die gerade eben geschnittenen Blätter, gibt etwas Zucker hinzu und genießt den Tee. Ein solcher Tee lässt sich überhaupt nicht mit einem Pfefferminz Tee aus der Packung vergleichen.

 Wenn man denkt, mit dem Pfefferminz Geschmack wäre bei den Minzen schon alles gesagt, dann täuscht man sich gewaltig. Es gibt Minzen im Erdbeeren-Gewand, im Banan- und im Zitronenaroma. Es verhält sich fast so wie im Eisgeschäft, man kann jede Sorte in seinem Garten haben. Die Anwendung ist einfach, man nehme einige Blätter des jeweiligen Aromas und zerstampfe diese. Dann gebe man die Blätter zu dem Gericht oder dem Getränk hinzu. Besonders interessant ist die Mischung von Erdbeer  Desserts und Erdbeer Minze. Beides ergänzt sich vortrefflich.

Minzen sind sehr genügsam. Sie mögen einen mageren, nährstoffarmen Boden. Am besten gedeihen Sie auf einem sandigen Boden. Man kann sie direkt in seinen Garten einbringen und dort auch hegen und pflegen.  Wenn man in der Nähe vom Wald wohnt, sollte man sie allerdings etwas schützen. Wildtiere wie Igel und Füchse mögen manchmal die Pflanzen und Knabbern daran. Schnecken mögen allerdings keine Minzen, im Gegenteil. Schnecken werden durch die ätherischen Öle der Pflanze abgeschreckt. Man kann die Minze so auch zu Erdbeeren pflanzen. Die Schnecken, die normalerweise von dem Geruch von reifen Erdbeeren angelockt werden, werden so von der Nascherei abgehalten. Minzen sind also kluge Schädlingsbekämpfungsmittel. Die Minze ist das einzige Schädlingsbekämpfungsmittel, das der Mensch essen kann.

Minzen sind auch recht frosthart. Man kann sie im Freien gut überwintern lassen. Das hängt sicherlich mit der Herkunft der Pflanze aus dem Orient zusammen. Die Pflanze zieht sich allerdings in die Erde zurück. Wenn man im Frühling anfängt, Unkraut zu jäten, dann ist es recht weise, wenn man sich die Stellen markiert, an denen man Minze ausgebracht hat. Es besteht sonst nämlich die Möglichkeit, dass man seine Minze mit jungen Brennnesseln verwechselt und die Minze kurzerhand mit ausgräbt.

 


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