Mulchen

Wenn man einen Garten hat, dann kennt man das Problem. Unkraut wächst schneller als die geliebten Pflanzen. Das Problem ist, wenn man den Boden so richtig lockert und vorbereitet, dann ist das auch für die Ackerwinde oder für einen Wegerich geradezu eine Einladung, sich auszubreiten. Natürlich kann der fleißige Gärtner auch Unkraut jäten und zupfen. Der weniger fleißige Gärtner arbeitet vielleicht mit Unkrautvernichtungsmittel. Der kluge Gärtner mulcht seinen Garten.
Mulch hat zum einen die Eigenschaft, Unkraut niederzuhalten. Der Mulch wird entweder um die Nutzpflanzen herum gearbeitet oder aber man breitet den Mulch aus und setzt die Pflanzen im Anschluss hinein. Letzteres ist, wenn man eine Neubepflanzung plant, wahrscheinlich das effektivste Verfahren.
Es gibt verschiedene Materialien, aus denen Mulch hergestellt werden kann. Wichtig ist, dass der Mulch Pflanzen keinen Anreiz zum Wachsen geben soll. Die Nutzpflanzen stehen in guter Erde, die Schadpflanzen sollen abgehalten werden.  Es gibt natürliche Mulcharten und mineralische Materialien. Ein beliebtes Mulchmaterial ist so zum Beispiel Rinde. Rinde von Bäumen ist zunächst ein natürliches Material, es ist steht in größeren Mengen zur Verfügung und es sieht vor allem auch noch gut aus. Rindenmulch hat eine natürliche braune Farbe und ist sehr leicht. Man muss also nicht viel arbeiten, um das Material auszubringen. Rindenmulch enthält oft auch ganz natürliche Stoffe, die das Wachstum von Pflanzen und Pilzen unterdrücken. Das ist ja auch logisch, da die Bäume sich ebenso von Schadpflanzen schützen wollen. Eine Pflanze macht dies allerdings viel gründlicher als man denkt, die Kiefer nämlich. Die Kieferpflanze ändert den PH-Wert des Bodens und vergiftet ihn regelrecht. Nur Kiefern kommen auf Kiefern zurecht. Mulchen mit Kiefernadeln oder Rindenmulch von Kiefern ist zwar effektiv, aber der Boden ist dann regelrecht vergiftet. Das kann man beobachten, wenn man einmal in einen Kiefernwald geht, dort wächst im Untergrund nicht. Rindenmulch von anderen Bäumen ist dagegen sehr hilfreich.  Rindenmulch zerfällt innerhalb eines Jahres in Erde. Das bedeutet, die Erde wird auch durch das Mulchen verbessert. Es gibt, wie oben angegeben, auch mineralische Dünger. Zu den mineralischen Düngern zählen Steine, Schotter, Rollsplitt. Besonders edel sieht es aus, wenn man mit weißen Steinen mulcht. Das Unkraut wird effektiv unten gehalten und die eigentlichen Pflanzen kommen viel besser zur Geltung. Nebenher bemerkt wirkt diese Art des Mulchens sehr lange. Man muss die Steine erst innerhalb von vielen Jahren austauschen. Steine haben noch einen weiteren Vorteil, sie sind pilzabweisend. Es gibt Pflanzen wie Tomaten, die sehr schnell von Pilzen befallen werden jeder der sich mit Tomaten auskennt wird das Thema Braunfäule kennen. Wenn man mit Tomaten mit einem Dach versieht und mit Steinen mulcht, dann ist der Braunfäule Grenzen gesetzt. Steine haben auch den Vorteil, dass sie Wärme abstrahlen. Nur sind Steine auch schwer, der Boden kann verdichtet werden speziell einjährige Pflanzen haben damit ein Problem.
Rollsplitt kann hier eine Abhilfe sein. Der Split drängt die Unkräuter ebenfalls zurück, ohne aber die Erde zu sehr zu beschweren.  Steine und Rollsplitt verbessern im Gegensatz zu organischen Mulcharten nicht die Bodenbeschaffenheit.
Mulchen insgesamt verbessert die Wachstumschancen der eigentlichen Pflanzen, verbessert die klimatischen Randbedingungen und hat eine ästhetische Komponente.

 


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