Rosen und ihre Pflege

Die Rosenpflanze zählt man zur Königin des Gartens. Eine Rose veredelt mir ihrem Aussehen und ihrem Duft jeden Garten. Rosen sind in unserem Breitenn in aller Regel Zierpflanzen, in andern Ländern sind Rosen allerdings auch Nutzpflanzen. In Rumänien werden Rosen in Feldern angebaut und auch in großer Menge geerntet, Rosen und das daraus entstehende Rosenöl sind Ausgangsmaterial für viele Parfüme. Man kann das Rosenöl aber auch für Nahrungsmittel als Gewürz nutzen. Man denke an das weihnachtliche Marzipan. Ohne das Rosenöl würde etwas fehlen am Geschmack.

Die Rosen gehören zur Familie der Rosaceae der rosenartigen Gewächse. Es handelt sich um eine sehr erfolgreiche Gattung. Übrigens sind auch die Apfelbäume nähere Verwandte von den Rosen. Man kann es am Geruch der Apfelbäume erkennen. Der Biochemiker würde dies auch biochemisch bestätigen.

Beschäftigen wir uns nun aber mit den schönen Rosen. Auch die Zierrosen zerfallen in verschieden Unterabteilungen. Es gibt die kleinen, wilden Hundsrosen. Diese können vortrefflich zum Abgrenzen von Wegrändern, Beeten und Rabatten genutzt werden. Die Rosen sind für Fraßschädlinge wie Schnecken oder auch wilde Kaninchen unangenehm. Damit werden Erdbeerbeete bestens vor solchen Gartengästen geschützt. Es gilt übrigens die Regel, je wilder desto anspruchsloser. Die Wildform einer Rose ist fast so widerstandsfähig wie ein Unkraut. Wildrosen haben allerdings einen gewaltigen Haken, sie blühen nur einmal im Jahr. Dann kommen die Früchte und die Pflanze. Auch die sehen schön aus, es sind die Hagebutten. Allerdings sind Blüten noch schöner im Garten das leisten dann die veredelten Rosen. Man kann eine schöne Rose, die hübsch blüht auf eine Wildrose aufpfropfen. Das nennt man veredeln. Alle Rosen, die man im Laden zu kaufen bekommt, sind veredelt. Man schneidet von einem Edeltrieb einen Zweig ab, und steckt diesen in einen Wildling. Alle wilden Triebe des Wildlings müssen vorher entfernt werden. Veredelte Pflanzen und veredelte Rosen brauchen besondere Pflege. Man will nicht nur die Pflanze am Leben erhalten, sondern auch die Veredlung. Das ist nicht ganz so einfach, besonders heikel ist das bei Stockrosen, die sind sogar zweifach veredelt.

Wenn man eine veredelte Rose kauft und einpflanzt, dann muss man zunächst die Veredlungsstelle identifizieren. Man erkennt diese an einer Verdickung. Die Veredlungsstelle muss unter die Erde. Liegt diese beim Einbuddeln über der Erde, dann treibt die ursprüngliche Rose aus, man bekommt einen Wildling. Die Wildtriebe werden nämlich von der Pflanze oder von den Wurzeln eher versorgt als der veredelte Teil. Es gilt die Grundregel, gemein schlägt edel. Letztlich ist, wenn man nicht aufpasst, die veredelte Pflanze verloren. Man hat dann wieder sein gemeines Hundsröschen. Das blüht dann eben wieder nur einmal im Jahr und kann als Fraßschutz vor Kaninchen genutzt werden. Aber man kann die Rose auch als Grundlage für eine neuerliche Veredlung verwenden.

Die Veredlung bedeutet im Prinzip, man hat an einem Ort zwei Pflanzen. Man vereinigt die Eigenschaften des Wildlings, die speziell in der Robustheit zu sehen sind, mit denen der Edelrose.

Eine gute Veredlungsgrundlage ist auch für die weitere Pflege der Rose interessant. Wenn die Wurzel anständig stabil ist, braucht man wenig Schädlingsbekämpfungsmittel. Gute Grundlagen und gute Wurzeln versorgen den edlen Trieb mit allem, was er braucht.

 


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