Weltweite urbane Gartenbauinitiativen

In der ganzen Welt erkennen die Leute die Vorteile vom urbanen Gartenbau und öffentliche Initiativen sowohl von der Regierung ausgehende als auch nicht behördliche unterstützen die Bürger bei Ihrem Bemühen die Städte zu verschönern und sich selbst zu ernähren. Sie denken vielleicht nicht, dass geschäftige Städte Zentren für Gartenbau sein können, aber einige Wissenschaftler glauben, dass Stadtzentren sogar noch mehr Bedarf an Pflanzen und Gärten haben als schlechter entwickelte Zonen. Urbane Gärten verschönern Städte und reduzieren die Verschmutzung. Zudem versorgen Sie die Bürger mit frischer Luft und vermindern die Auswirkungen von Kohlenstoffmonooxid. Des Weiteren werden in urbanen Gärten Nahrungsmittel angebaut, um hungrige Bevölkerungsschichten zu ernähren.

Berlin

Deutschland ist seit Jahrzehnten an vorderster Front, wenn es um urbane Gartenbauinitiativen geht. In der Hauptstadt Berlin sind fast 75.000 staatliche kleine Schrebergärten verstreut, für deren Pflege sich die Anwohner bewerben können. Die Schrebergärten sind so beliebt, dass man davon ausgehen kann, dass man über vier Jahre warten muss, wenn man sich um seinen eigenen Schrebergarten kümmern will. Diese Schrebergärten sind vor allem bei Berlinern beliebt, die daran interessiert sind frische, einheimische, organische Nahrungsmittel zu essen. Es gibt keine bessere Möglichkeit sich darüber zu versichern, dass das Obst und Gemüse frei von chemischen Pestiziden ist, als es selber anzubauen. Zudem weiß jeder, dass Nahrungsmittel, die man selber anbaut, einfach besser schmecken.

New York

Es ist teilweise der First Lady Michelle Obamas Interesse am organischen Gartenanbau zu verdanken, dass urbane Gartenanbauinitiativen nun in Amerikas Städten wie New York oberste Priorität haben. Ursprünglich machten die meisten New Yorker einen Spaziergang durch den Central Park oder einen der anderen großen Parks der Stadt, wenn sie sich an der Natur erfreuen wollten. Heutzutage jedoch machen clevere New Yorker aus leeren Bauplätzen wunderschöne Gemeinschaftsgärten. Diese Guerilla-Gärten haben unzählige positive Auswirkungen auf die Stadt. Erstens, verschönern sie hässliche verlassene Bauplätze, die sonst voll mit Unkraut und Glasscherben wären. Schöne Gärten anstelle von hässlichen Bauplätzen verbessern das Aussehen der gesamten Nachbarschaft. Sie bringen Nachbarn zusammen und können den Gemeinschaftssinn der Anwohner verstärken. Natürlich sind sie auch sehr gut für die Umwelt. Sie helfen dabei, die Treibhausgase zu reduzieren und kühlen die heiße Nachbarschaft ab. Gemeinschaftsgärten sind besonders in Nachbarschaften beliebt, in denen es eine hohe Anzahl von Immigranten gibt. Die Anwohner haben die Möglichkeit, das Auftreten ihrer Nachbarschaft zu verbessern, während sie zur selben Zeit Geld sparen, indem sie ihr eigenes Gemüse anbauen.

Dakar

Urbane Gartenbauinitiativen gibt es nicht nur in Europa und den USA. Überfüllte, staubige, verschmutzte Städte in der ganzen Welt haben spitzbekommen, dass Gartenbau in der Stadt viele Vorteile hat. In Dakar, der Hauptstadt des Senegals, sponsert die Stadt Minigärten überall dort, wo es ein freies Fleckchen Land gibt. Man kann kleine Gemüsegärten im Zentrum von Kreisverkehren, vor Geschäftsgebäuden und in Gassen hinter den Gebäuden finden. Diese Kleingärten verbessern nicht nur das Aussehen der Stadt und helfen dabei die Luft zu reinigen, sondern schaffen sie auch Arbeitsplätze für die Anwohner und verbessern die örtliche Nahrungsproduktion. Den Bürgern von Dakar ist es möglich, sich an frischen, einheimischen Gemüse zu erfreuen und zahlen dafür viel niedrigere Preise, als für Gemüse, dass aus der ländlichen Gegend in die Stadt transportiert werden muss.

Quellen:

Der Spiegel: Urbaner Gartenanbau in Gefahr

http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,655343,00.html

Irin Global: Immer mehr urbane Gärten tauchen auf

http://news.irinnews.org/Report.aspx?ReportID=91361

 


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