Wie kümmere ich mich um einen Bonsai?

Bonsai ist eine alte Kunst aus China und Japan, bei der es darum geht, die natürlichen Formen der Bäume in einer kleinen Variante in Ihr Heim und Ihren Garten zu bringen. Einige der berühmtesten Bonsais aus China oder Japan wachsen bereits seit Hunderten von Jahren. Sie werden teilweise in aufwändigen Formen gezüchtet. Es kann sehr schwer sein, sich um einen Bonsai zu kümmern, aber Sie können ihr Bonsai-Hobby mit einer Anfängerpflanze beginnen. Am besten, Sie wählen eine kleine, winterharte Pflanze. Bonsais sind eigentlich dafür gedacht, draußen zu wachsen, aber wenn Sie die richtige Stelle im Haus auswählen, ist es auch möglich einen Bonsai in der Wohnung zu pflanzen.

Schritt 1: Wählen Sie für Ihren ersten Versuch einen winterharten, widerstandsfähigen Anfängerbonsai aus. Sie können eine Baumschule besuchen und dort einen Angestellten fragen, Ihnen bei der Wahl zu helfen. Einige beliebte Arten bei Anfängern sind Kirschenblüten, japanischer Schlitzahorn, Azaleen, Sumpfzypressen, japanische Stechpalme oder blühender Holzapfel. Welchen Baum Sie auswählen hängt davon ab, ob Sie wollen, dass Ihr Bonsai blüht oder ob Sie einen Waldbonsai wollen. Stellen Sie sicher, dass Sie eine gesund aussehende Pflanze wählen. Beachten Sie auch, dass ein professionell gezüchteter, alter, abgeschlossener Bonsai Sie Hunderte oder sogar Tausende von Euro kosten kann.

Schritt 2: Suchen Sie einen geeigneten Platz, an dem Sie Ihren Bonsai wachsen lassen. Idealerweise haben Sie einen kleinen Garten, Balkon oder Terrasse, wo sie Ihren Bonsai platzieren können. Falls nicht, ist es dennoch möglich Ihren Bonsai in der Wohnung wachsen zu lassen. Ihr Bonsai benötigt jeden Tag ein paar Stunden direktes Sonnenlicht. Er sollte zudem auch nicht an einem sehr kalten Ort stehen.

Schritt 3: Achten Sie darauf, dass Ihr Bonsai immer gut bewässert ist. Sobald die Erde anfängt auszutrocknen, müssen Sie Ihren Bonsai gießen. Er sollte niemals ganz austrocknen. Andererseits, darf Ihr Bonsai nie so stark bewässert werden, dass er im Wasser steht. Achten Sie darauf, dass Ihr Bonsai sich in einer gut bewässerten, noch feuchten Erde befindet. In dem Untersetzer des Bonsais darf sich kein Wasser sammeln. Falls Ihr Bonsai sich an einer sehr sonnigen Stelle befindet, muss er eventuell jeden Tag gegossen werden.

Schritt 4: Zusätzlich zur regelmäßigen Bewässerung, sollte der Bonsai auch regelmäßig benebelt werden. Das bedeutet, dass Sie die Blätter Ihres Bonsais mit Wasser besprühen müssen, um ihn feucht zu halten und um zu verhindern, dass sich Staub ansammelt. Staub auf den Blättern Ihres Bonsais kann verhindern, dass er atmen und die Sonne absorbieren kann. Falls Ihre Wohnung besonders trocken ist, können Sie eine flache Schale mit Kies und Wasser füllen und den Bonsai auf die Platte setzen. Das Wasser sollte jedoch nicht die Erde erreichen, da Sie ja nicht wollen, dass die Wurzeln verrotten. Das verdunstende Wasser sollte mehr Feuchtigkeit für Ihre Pflanze schaffen.

Schritt 5: Widerstehen Sie dem Drang Ihren Bonsai sofort umzupflanzen. Dies ist Stress für Ihre Pflanze und Ihr Bonsai sollte nicht in einen Topf gepflanzt werden, der zu groß ist. Alle zwei Jahre sollten Sie dennoch Ihren Bonsai in einen größeren Topf pflanzen. Jedoch sollten Sie dabei einen Topf wählen, der nur ein oder zwei Größen größer ist als der alte Topf.

 


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